31 201
- Modul A, Se - |
Von Präsidenten, Parteien und Gouverneuren. Die Entwicklung des politischen Systems in der Russischen Föderation
(2 SWS) (5 LP); Mo 16.00-18.00 - Garystr. 55, Hs A (Hörsaal) |
(12.4.) |
Hans-Henning Schröder |
Die Einführung von Wahlen und anderen Formen der parlamentarischen Demokratie hat den Charakter des politischen Systems in Russland grundlegend verändert, doch ist es nicht zur Konsolidierung demokratischer Institutionen gekommen. Präsident und Exekutive haben ihren Einfluß im Laufe der Jahre ausgedehnt, das Parlament spielt nur eine Nebenrolle. Das Parteiensystem ist auf Initiative von oben neu gestaltet worden, die Gesellschaft läßt sich lenken, ohne an Widerstand zu denken. Die Regionen, die am ehesten als Gegengewicht zur präsidialen Exekutive wirken können, sind durch die Zusammenfassung in Föderalbezirken und durch den Übergang zur Ernennung der Gouverneure ihrer politischen Spielräume beraubt. Es ist der Zentrale gelungen, eine "Vertikale der Macht" aufzubauen. Demgegenüber sind zivilgesellschaftliche Strukturen sehr schwach ausgebildet. Das Seminar soll die Entwicklung des politischen Systems von El'cin bis Medvedev analysieren und sie auf der Folie der Transformationstheorie bewerten.
Einführende Literatur: W. Ismayr (Hrsg.): Die politischen Systeme Osteuropas, Opladen: Leske + Budrich 2002 (= UTB 8186), 916 S. M. Mommsen: Wer herrscht in Rußland. Der Kreml und die Schatten der Macht, München: Verlag C.H.Beck 2003, 260 S. M. Mommsen; A. Nußberger: Das System Putin. Gelenkte Demokratie und politische Justiz in Russland, München: Verlag C.H.Beck 2007 (= Beck'sche Reihe 1763), 216 S. R. Sakwa: Russian Politics and Society, London / New York: Routledge 2 1996, xvii, 501 S. E. Schneider: Das politische System der Russischen Föderation. Eine Einführung, Opladen / Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 1999 (= WV Studium Sozialwissenschaft. Band 187), 330 S. S.v. Steinsdorff: Kalkulierter Konflikt und begrenzte Kooperation. Zum Verhältnis von Präsident, Regierung und Parlament in Rußland, in: Osteuropa, 49.1998, Nr. 1, S. 16-34. M. Uhl: Verfassungen in den politischen Systemtransformationen Osteuropas. Die postsozialistischen Verfassungsordnungen in der Russischen Föderation, Belarus und Lettland, Würzburg: Ergon Verlag 1999 (= Spektrum Politikwissenschaft. Band 5), 411 S. |
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(31 203)
- Modul B, KK I - |
Internationale Beziehungen und Weltpolitik
(3 SWS) (5 LP); Di 9.00-12.00 - Garystr. 55, Hs A (Hörsaal) |
(13.4.) |
Klaus Segbers |
Ziel der Veranstaltung ist es, in das Themenfeld Internationale Beziehungen (IB) und global politics einzuführen. Dabei werden verschiedene und konkurrierende Ansätze (Positivismus/Konstruktivismus; Realismus, Institutionalismus, Liberalismus, Globalisierung, kritische und reflexive Theorien usw.) präsentiert, diskutiert und auf einzelne Handlungsfelder angewendet. Um die theoretischen Angebote mit Praxisbezügen zu versehen, werden ständige Arbeitsgruppen gebildet, die die verschiedenen Ansätze jeweils auf einen Konflikt bzw. auf eine Region anwenden. Fünf Regionen bzw. Konflikte stehen zur Verfügung, darunter mindestens ein Fall je aus Ostasien, Osteuropa, und Afrika. Die Veranstaltung wird dreistündig durchgeführt: eine Stunde Vorlesung, eine Stunde Gruppenarbeit zu einem Konflikt anhand konkreter Aufgaben und Fragen und eine Stunde zusammenführendes Plenum. Von den TeilnehmerInnen werden regelmäßige Teilnahme, begleitende Lektüre und Mitarbeit in den Gruppen erwartet. Für einen Leistungsnachweis wird darüber hinaus eine erfolgreiche Abschlussklausur verlangt. Zumindest gute passive englische Sprachkenntnisse sind unabdingbar.
In dieser Lehrveranstaltung wird die E-Learning-Plattform Blackboard eingesetzt. Eine Selbstregistrierung ist unter http://lms.fu-berlin.de möglich. Hinweise zur Kursanmeldung, die ebenfalls unter http://lms.fu-berlin.de mithilfe eines Passworts erfolgt, werden in der ersten Sitzung gegeben. |
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(31 204)
- Modul B, KK II - |
Changing Patterns of Communication: Governance in the Information Age
(2 SWS) (5 LP); Veranstaltung in englischer Sprache Do 8.30-10.00 - Garystr. 55, Hs A (Hörsaal) |
(22.4.) |
Kristina Klinkforth |
In the past 20 years we have seen dramatic changes in the media and information landscape. The Internet has expanded its reach. Social media such as Twitter, Facebook, and MySpace play a growing role in the conduct and management of personal, societal, and political relations. Satellite imagery, previously at the prerogative of the nation-state, has become commercially available to anyone with a credit card, and enabled a wide range of geospatial applications. These new information technologies empower individual and collective actors such as NGOs and activist groups. They also harbor new challenges in that they can be utilized by terrorist networks and organized crime. At the same time, traditional regulation and information systems such as the nation-state and broadcast media systems are becoming dysfunctional, while being confronted with policy problems that are increasingly transnational and complex in nature. How can transnational problems be regulated, and which role does information capacity play in this process? Who is responsible for communicating policy-relevant information? This course looks at the political implications of new information and communications systems and actors for questions of governance in transnational issue areas such as public health, nuclear non-proliferation, human rights, and humanitarian affairs. It will trace the opportunities and limitations traditional and new actors in international relations face in gathering, managing, and applying information, as well as developing governance capacity. While looking at concrete case studies in various issue areas, the course will inquire into the link between governance and information systems in theoretical terms. The working language of the course as well as most of the assigned literature is in English. Students will be required to actively participate in class. Furthermore, they will be required to prepare a presentation focusing on one of the course topics, prepare two course assignment during the semester, and one term paper.
In dieser Lehrveranstaltung wird die E-Learning-Plattform Blackboard eingesetzt. Eine Selbstregistrierung ist unter http://lms.fu-berlin.de möglich. Hinweise zur Kursanmeldung, die ebenfalls unter http://lms.fu-berlin.de mithilfe eines Passworts erfolgt, werden in der ersten Sitzung gegeben. |
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31 205
- Modul B, KKII - |
Medien und Internationale Beziehungen
(2 SWS) (5 LP); Di 16.00-18.00 - Garystr. 55, Hs A (Hörsaal) |
(13.4.) |
Klaus Segbers |
Medien spielen eine immer größere Rolle - für gesellschaftliche (Selbst-) Verständigung, für Kommunikation und Unterhaltung, für die wirtschaftliche Prozesse und, zunehmend, auch für die internationale und globale Politik. Medien beeinflussen politische Agenden. Sie filtern Ereignisse. Sie verstärken oder vermindern Stereotypen. In diesem Seminar wird aus politikwissenschaftlicher Perspektive untersucht, welche Folgen die aktuelle Verfasstheit der Medien und die Art ihrer Berichterstattung für nationale, trans/ und internationale sowie fuer globale politische Prozesse haben. Dabei wird vor allem auch das Phänomen des ad-hocismus betrachtet und analysiert werden, d.h. der anscheinend zunehmenden Kurzatmigkeit der Politik. Es werden Beispiele aus verschiedenen Politikfeldern ausgewählt, mit einem starken Akzent auf der internationalen Politik. Wichtiger Bestandteil des Seminars ist auch der Dialog mit Menschen aus der medialen und politischen Praxis, die für einzelne Sitzungen als Gäste eingeladen werden.
In dieser Lehrveranstaltung wird die E-Learning-Plattform Blackboard eingesetzt. Eine Selbstregistrierung ist unter http://lms.fu-berlin.de möglich. Hinweise zur Kursanmeldung, die ebenfalls unter http://lms.fu-berlin.de mithilfe eines Passworts erfolgt, werden in der ersten Sitzung gegeben. |
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31 206
- Modul E, Se - |
Die Europäische Nachbarschaftspolitik im Geflecht europäischer Bündnisstrukturen
(2 SWS) (5 LP); Mi 8.00-10.00 - Garystr. 55, Hs A (Hörsaal) |
(14.4.) |
Eckart Stratenschulte,
Weronika Priesmeyer-Tkocz |
Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, den gesamten europäischen Raum zu stabilisieren und hierfür mehrere Strategien entwickelt. Allerdings wird die EU diese Aufgabe nicht im Alleingang bewältigen können, sondern nur im Miteinander mit anderen Organisationen, die europäische Staaten zusammenfassen. Ziel des Seminars ist es, die Strategien zu analysieren und verschiedene europäische Zusammenschlüsse daraufhin zu untersuchen, ob sie einen Beitrag zur Stabilisierung und Zusammenführung Europas leisten können und dies auch tun wollen. Als strategische Ansätze der EU werden die Europäische Nachbarschaftspolitik mit ihrer Ausprägung als Östliche Partnerschaft, die strategische Partnerschaft mit Russland, die Ostseestrategie, die Donaustrategie, die Schwarzmeersynergie sowie die Zentralasienstrategie untersucht. Bei den Bündnissen stehen nicht nur der Europarat, die OSZE und die NATO auf dem Prüfstand, sondern auch beispielsweise die Freihandelszone CEFTA, die Schwarzmeerkooperation BSEC, die GUAM, die GUS und die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft EAWG. Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme sind regelmäßige Anwesenheit, aktive Mitarbeit sowie die Übernahme einer Sitzungsmoderation oder die Anfertigung eines Protokolls. Das Seminar baut darauf auf, dass die Studierenden die jeweils vorgegebenen Texte lesen. Diejenigen, die die Zeit dafür nicht erübrigen können, sollten vom Besuch des Seminars Abstand nehmen.
Anmeldungen erbeten an: enp-seminar@gmx.de. |
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(31 207)
- C - |
Colloquium für Graduierende und Promovierende
(2 SWS); Do 16.00-18.00 - Garystr. 55, SR B (Seminarraum) |
(15.4.) |
Klaus Segbers |
Dieses Kolloquium richtet sich an Studierende, die in den Feldern Internationale Beziehungen oder Regionalstudien Abschlussarbeiten und Dissertationen schreiben. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, ihre Projekte für schriftliche Abschlussarbeiten ein- oder zweimal zu präsentieren und diese vor allem methodisch zu diskutieren. Dabei wird es um handwerkliche und methodische Fragen der Verfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit gehen. Das Bestimmen von Variablen, die Bildung von Hypothesen und das Design von Fallstudien werden dabei eingeübt.
Der Veranstalter wird in einer Sitzung darlegen, auf welche Punkte GutachterInnen besonders schauen, und worauf bei der Anfertigung einer schriftlichen Arbeit zu achten ist. Auch der Verlauf mündlicher Abschlussprüfungen wird besprochen. In jeder Sitzung wird außerdem ein methodischer Grundlagentext besprochen, um Verfahren wie Fallauswahl, Inhaltsanalyse, Interviewtechnik u.ä. zu besprechen. Ein durchaus willkommener Nebeneffekt der Veranstaltung kann in der Bildung informeller Arbeitsgruppen bestehen.
In dieser Lehrveranstaltung wird die E-Learning-Plattform Blackboard eingesetzt. Eine Selbstregistrierung ist unter http://lms.fu-berlin.de möglich. Hinweise zur Kursanmeldung, die ebenfalls unter http://lms.fu-berlin.de mithilfe eines Passworts erfolgt, werden in der ersten Sitzung gegeben. |
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