Archiv der Online-Vorlesungsverzeichnisse

Kommentar ausblenden

Modul 4 - Medien, Kommunikation und Öffentlichkeit in historischer Perspektive

13 244
S -
Öffentlichkeiten und Medialisierungsprozesse vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart (Nur für Studierende des Masterstudiengangs Public History) (2 SWS); Mi 13.00-15.00 - Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam (14.4.) Christoph Classen
Öffentlichkeiten und Medialisierungsprozesse vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart

Das Hauptseminar verfolgt ein doppeltes Ziel: Erstens wird die Geschichte der massenmedialen Kommunikation von der Entstehung einer modernen Presse im späten 19. Jahrhundert über das Aufkommen audio-visueller Medien bis zu jüngsten Entwicklungen wie der Etablierung des Internets in den 1990er Jahren überblicksartig behandelt. Das Interesse gilt dabei der Verschränkung von Medialisierungsprozessen und Gesellschaftsentwicklung. Wie wirkten sich technischen, ökonomischen und politischen Entwicklungen bzw. Interessen aus, und welche sozialen und gesellschaftlichen Konsequenzen hatte die Verfügbarkeit moderner Medien? Zweitens werden zentrale Konzepte, Theorien und Methoden der historischen Kommunikationsforschung vorgestellt und diskutiert.

Einführende Literatur:
Annette Vowinckel, Mediengeschichte, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 11.2. 2010, URL: http://docupedia.de/docupedia/index.php?title=Mediengeschichte&oldid=71026 ;
Frank Bösch/Norbert Frei (Hg.): Medialisierung und Demokratie im 20. Jahrhundert. Göttingen 2006;
Rudolf Stöber: Mediengeschichte. Die Evolution „neuer“ Medien von Gutenberg bis Gates. 2 Bde. Wiesbaden 2003;
Klaus Arnold/Markus Behmer/Bernd Semrad (Hg.): Kommunikationsgeschichte. Positionen und Werkzeuge. Ein diskursives Hand- und Lehrbuch. Berlin 2008.

Dr. Christoph Classen
Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Tel. 0331-28991-17
Fax 0331-28991-60

Mail: classen@zzf-pdm.de
 
13 245
Ü -
Historische Medienanalyse - Geschichte in den Medien (Nur für Studierende des Masterstudiengangs Public History) (2 SWS); Mi 10.00-12.00 - Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam (14.4.) Irmgard Zündorf
Historische Medienanalyse - Geschichte in den Medien

Geschichte wird in den unterschiedlichsten Medien und mit den unterschiedlichsten Methoden vermittelt. Die Übung befasst sich mit der Medienanalyse am Beispiel des Einsatzes von Zeitzeugen in Text-, Ton- und Bild-Dokumenten. Der Zeitzeuge, der vielfach als „Feind des Historikers“ bezeichnet wird, hat in den letzten Jahren eine Karriere als Medienstar durchlaufen, die sich näher zu betrachten lohnt. Dazu wird eingangs kurz der Blick auf Zeitzeugen als Quelle der Geschichtswissenschaft und auf die Entwicklung der Oral History gerichtet. Im Mittelpunkt der Übung steht aber die Präsenz historischer Zeitgenossen im Fernsehen, in Geschichtsmagazinen, im Internet sowie in Museen und Gedenkstätten: Wie sind Zeitzeugen als Quelle zu bewerten; warum, seit wann und wie werden sie in den verschiedenen Medien eingesetzt? Nicht zuletzt sollen Bewertungskriterien entwickelt werden, um den Einsatz von Zeitzeugen in eigenen Produkten zu diskutieren.

Einführende Literatur:
Harld Welzer; Sabine Moller; Karoline Tschuggnall: „Opa war kein Nazi“. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis, 6. Aufl. Frankfurt 2008 (erste Aufl. 2002).
Paul, Gerhard (Hrsg.): Visual History. Ein Studienbuch, Göttingen 2006.

Stand: 02.12.2010 | Hilfe | Kontakt

generated by: $Id: webexport.ws1011.pl,v 1.3 2010/01/06 12:27:10 manfredo Exp $

© Freie Universität Berlin